Workshop: Training vor der Kamera

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mefrau2015_0360_ws4Kim Lenar ist aktuell als freie Produzentin, Beraterin und Medientrainerin aktiv. Mit einem Volontariat bei der “Hamburger Morgenpost” begann ihre journalistische Karriere. Anschließend wurde sie Redakteurin und Reporterin bei RTL und Ressortleiterin bei BILD. Fehler und Regeln vor der Kamera sind das Thema im Medienfrauen NRW Workshop gewesen.

Begrüßungsfragen an die Teilnehmerinnen

Schon Erfahrungen mit “vor der Kamera stehen”?

  • Praktikum bei n-tv
  • Campus-TV
  • Komparsen-Jobs

Was möchtet ihr heute aus diesem Kurs mitnehmen?

  • Typische Fehler, die man vor der Kamera macht
  • Grundlagen der Kameramoderation (im Gegensatz zur Radiomoderation)
  • Gefühl vor der Kamera (Drucksituation) ist interessant

Fehler vor der Kamera

mefrau2015_0335_ws4Üben vor der Kamera hilft ungemein, allein oder mit einer Freundin, um herauszufinden, welche Ticks du vor der Kamera hast. Manche Leute fassen sich an die Nase oder verziehen den Mund, wenn sie nervös sind. Durch Training kann diese Reaktion verbessert werden.

Das Wichtigste ist, dass man sich vor der Kamera wohlfühlt und sich selbst treu bleibt. Wenn man sich verstellt, dann merken es die Zuschauer.

“70% macht aus, WIE etwas erzählt wird und nicht WAS”

Zahnpastaflecken, Schweißflecken oder Bewegungen im Hintergrund lenken den Zuschauer ab.

Man sollte versuchen, Fehlerquellen zu finden und zu eliminieren, indem man darauf achtet, welche Kleidung man trägt und was hinter einem geschieht.

mefrau2015_0367_ws4Auch wenn es beruhigend wirkt, gut vorbereitet zu sein, ist es nicht ratsam, Moderationen auswendig zu lernen. Es kann passieren, dass man einen Satz zwischendurch vergisst oder dass es auswendig gelernt klingt. Besser ist es, sich Stichpunkte aufzuschreiben und mit deren Hilfe frei zu erzählen.

Wichtigste Regel: Authentizität, Souveränität, Natürlichkeit

“Das, was ihr vor der Kamera macht, muss zu euch passen!”

Vorbereitung ist wichtig!

  • Das klare Konzept: Was will ich eigentlich sagen? Wie fange ich an/ höre ich auf?
  • Die Aussage: Was will ich sagen, was nicht?
  • Die Wirkung: Wie will ich rüberkommen?
  • Der visuelle Eindruck: Wo stelle ich mich am besten hin?

Übung: Moderation und Interview vor der Kamera

mefrau2015_0370_ws4Die Teilnehmerinnen haben die Aufgabe, Videos zu drehen, in denen sie selbst die Moderatoren sind. Eine Gruppe hat sich zum Beispiel zur Aufgabe gemacht, ein Interview mit der “Ex-Freundin von Cristiano Ronaldo” zu simulieren. Eine andere Gruppe gibt bekannt, dass Domian 2016 seine letzte Sendung im WDR senden wird.

Die Teilnehmerinnen haben gelernt, dass es nicht einfach ist, vor der Kamera zu stehen. Wildes Gestikulieren, zu schnelles Sprechen und ungünstige Körperhaltungen, die man gar nicht unbedingt bemerkt, lenken den Zuschauer ab.

Kleines On Air-Merkblatt

  • Gestik sparsam verwenden
  • Körperhaltung/Anspannung beachten
  • Keep it simple! Hauptsätze verwenden
  • langsam sprechen
  • Stichwortzettel ist ok! Am besten Karteikarten wählen!
  • vorab Text für sich selbst aufsagen
  • Lampenfieber zulassen
  • Räuspern macht alles schlimmer! Lieber einmal husten oder summen und den Brustkorb abklopfen. Sieht doof aus, hilft aber!
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