Nov 152017
 
  • Hannah Monderkamp, Social-Media-Analystin bei der Rheinischen Post
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Bild: Georg Jorczyk / Grimme-Institut

Hannah Monderkamp ist Social-Media-Analystin bei der Rheinischen Post, hat Medien- und Kulturwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf studiert und nebenher frei für verschiedene Zeitschriften geschrieben.

Sie erzählt, wie sie für sich gemerkt hat, dass das Schreiben zwar zu jedem Beruf irgendwie dazu gehört, aber dass sie es sich nicht als reinen Job für sich vorstellen kann.  So ist sie zur Digitalen Beratung für Unternehmen gelangt und nun schließlich zum Verlag der Rheinischen Post.

Analystin klinge immer sehr nach Zahlen, sagt Hannah. Diese gehören zwar auch zu ihrer Arbeit, seien aber nicht ihr Hauptjob – sie kümmert sich hauptsächlich um die Betreuung des Listening-Centers, welches sie später noch genauer erläutert. Sie pflegt dieses, legt Listen mit verschiedenen Seiten und Kanälen an und sucht nach interessanten Inhalten.

Ein Zitat von ihrem Chef: „Wir müssen etwas gegen die analoge und digitale Filterblase unternehmen!“ –  Man hat fast immer die gleichen Kontakte, den gleichen Weg zur Arbeit und selten neuen Input. Um den Nutzern diesen zu ermöglichen, nutzt die Rheinische Post unterschiedliche Kanäle wie Facebook, Instagram („meinduesseldorf“) oder Podcasts auf der Homepage zu verschiedenen Themen. Der „Aufwacher“-Podcast wird morgens im News-Kanal der Rheinischen Post auf WhatsApp verschickt.

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Bild: Georg Jorczyk / Grimme-Institut

Monderkamp sagt, die Aufgabenbereiche eines Social-Media-Teams seien das Posten von Inhalten, die Kommunikation von Nutzern und das Identifizieren von Themen, die die Nutzer interessieren. Um diese herauszufinden, verwendet das Team der Rheinischen Post das Listening-Center. Dies ist ein Tool, mit dem sich herausfinden lässt, worüber die Leute in der Umgebung sprechen. Auch Unternehmen, wie beispielsweise Unitymedia, nutzen es, um zu erfahren, was die Leute über ihr Produkt denken. Es lässt seine Nutzer systematisch ins Netz reinhören, zeigt aktuelle und die viralsten Links an und erkennt Trends. In der zentralen Inbox wird angezeigt, worüber und wie, also auf welchen Kanälen, das Netz kommuniziert. Man gibt Keywords in die Suchleiste ein, nach denen das Tool dann in allen öffentlichen Quellen sucht. So ließ sich z. B. während der Landtagswahl schnell herausfinden, über welche Politiker gerade viel gesprochen wird.

Hannah Monderkamp ist fast jede Woche in einer anderen Lokalredaktion und führt das Tool ein. Dabei sei die Erwartungshaltung nie zu groß, sagt sie, aber dennoch würde es gut aufgenommen – es spare nämlich Zeit und nehme niemandem die Arbeit weg, die Redakteure müssen weiterhin recherchieren.

Zum Schluss gibt Monderkamp noch den Tipp, verschiedene kostenlose Tools und Apps zu testen. Die Frauen sollen keine Berührungsängste haben, Anwendungen auszuprobieren, und beispielweise öfter twittern! Dies sei ein erster Schritt, um sich digital zu vernetzen.

Hier eine Liste der Tools:

www.tweetdeck.twitter.com

www.google.de/alerts

www.talkwalker.com/de

www.kuerzr.de

www.10000flies.de

 Posted by at 11:33

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